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Magazin | 22.07.2008
KOSMOLOGIE

Der kosmische Ursprung des Zeitpfeils

Sean M. Carroll
Zu den grundlegenden Tatsachen unseres Lebens gehört, dass die Zukunft anders aussieht als die Vergangenheit. Doch unter kosmologischen Gesichtspunkten ist diese Asymmetrie der Zeit vielleicht nur ein lokales Phänomen.
Das Universum sieht irgendwie nicht aus, wie es sollte. Das hört sich seltsam an, wenn man bedenkt, dass die Kosmologen wenig Vergleichsmöglichkeit besitzen. Woher wissen wir, wie das Universum aussehen soll? Dennoch haben wir mit der Zeit ein starkes Gespür dafür entwickelt, was »natürlich« ist – und das uns umgebende Universum wird diesem Anspruch nicht gerecht.

Wohlgemerkt, das kosmologische Standardmodell beschreibt unerhört erfolgreich, woraus das Universum besteht und wie es sich entwickelt. Vor ungefähr 14 Milliarden Jahren war der Kosmos heißer und dichter als das Innere eines Sterns. Seither expandiert das All, kühlt sich ab und verliert an Dichte.

Dieses Modell erklärt zwar praktisch jede bisher gemachte Beobachtung, doch eine Reihe ungewöhnlicher Eigenschaften vor allem des frühen Universums lässt uns vermuten, dass wir die Geschichte noch nicht ganz verstehen...
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» Spektrum der Wissenschaft, August 2008
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